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Eine Swiss-Maschine aus Südafrika landete am Samstagmorgen am Flughafen Zürich. Die Passagiere wurden nach der Landung nicht getestet. Das stösst auf Unverständnis.

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Am Samstagmorgen war eine Swiss-Maschine aus Südafrika in Zürich gelandet. 

Am Samstagmorgen war eine Swiss-Maschine aus Südafrika in Zürich gelandet.

BRK News

Die Passagiere und Passagierinnen wurden bei der Ankunft weder getestet noch sofort in Quarantäne geschickt.

Die Passagiere und Passagierinnen wurden bei der Ankunft weder getestet noch sofort in Quarantäne geschickt.

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Beim BAG heisst es am Samstagnachmittag auf Anfrage, dass sämtliche Passagiere und Passagierinnen dieses Swiss-Flugs derzeit per SMS aufgefordert werden, sich in Quarantäne zu begeben und einen PCR-Test zu machen. 

Beim BAG heisst es am Samstagnachmittag auf Anfrage, dass sämtliche Passagiere und Passagierinnen dieses Swiss-Flugs derzeit per SMS aufgefordert werden, sich in Quarantäne zu begeben und einen PCR-Test zu machen.

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  • Weil die Südafrika-Passagiere nach der Landung am Flughafen Zürich am Samstagmorgen weder getestet noch in Quarantäne geschickt wurden, hagelte es Kritik.

  • Nun hat das BAG angekündigt, dass alle Personen, die in den letzten 14 Tagen aus Südafrika eingereist sind, per SMS informiert und zum Testen aufgefordert werden.

Die neu entdeckte Virusvariante B.1.1.529 gibt Anlass zur Sorge. Der Bund gab bekannt: Alle direkten Flüge aus der Region des südlichen Afrikas sind für Personen, die nicht Schweizer Bürgerinnen oder Bürger sind oder über eine Aufenthaltsgenehmigung in der Schweiz oder im Schengenraum verfügen, nicht mehr möglich. Zudem müssen alle Personen einen negativen Test vorlegen und sich für zehn Tage in Quarantäne begeben.

Doch das Beispiel einer am Samstagmorgen aus Südafrika gelandeten Swiss-Maschine zeigt: Die Passagiere und Passagierinnen wurden bei der Ankunft weder getestet noch sofort in Quarantäne geschickt. Beim BAG heisst es am Samstagnachmittag auf Anfrage, dass sämtliche Passagiere und Passagierinnen dieses Swiss-Flugs derzeit per SMS aufgefordert werden, sich in Quarantäne zu begeben und einen PCR-Test zu machen.

Am Samstagabend teilte dann eine Sprecherin mit: «Die Flugpassagiere, die in den letzten 14 Tagen aus Südafrika eingereist sind, werden ebenfalls per SMS informiert und zum Testen aufgefordert.» Die Passagierdaten werde man zudem an die Kantone weitergeben.

«Es braucht bessere Kontrollen»

In den sozialen Medien hagelte es Kritik. Dass die Einreisenden aus Südafrika nach der Landung in Zürich nicht kontrolliert wurden, sei ein «Desaster», heisst es unter anderem auf Twitter. «Kennt man leider schon, gelernt hat man nichts», schreibt etwa ein User. Und ein anderer meint: «Ich kapiere es einfach nicht. Warum haben wir keine Hotelquarantäne? Warum keine isolierte Abfertigung und Transport? Stattdessen können die Passagiere im Flughafen noch einkaufen gehen und dann mit dem ÖV heimfahren.»

Das Vorgehen findet auch der Urner FDP-Ständerat Josef Dittli «inakzeptabel». «So geht das doch nicht. Vor allem im Hinblick auf die jetzige Situation braucht es bessere Kontrollen.» Passagiere und Passagierinnen, die aus den Risikogebieten anreisen, gleich nach der Landung zu testen, fände Dittli daher sinnvoll. «Positiv getestete Personen müssten sich dann gleich in Quarantäne begeben. Für jene, die sich nicht selber organisieren können, ist ein Isolationshotel vorzusehen.»

Laut GLP-Nationalrat Martin Bäumle könnte die Einführung eines obligatorischen Schnelltests nach der Landung, insbesondere aus aktuell definierten Risikogebieten, helfen, Infizierte gleich zu identifizieren und dementsprechend rasch und effizient Massnahmen abzuleiten und Infektionsketten zu durchbrechen.

Bisher kein Fall in der Schweiz

Wie es bei der Zürcher Gesundheitsdirektion auf Anfrage heisst, werde man, sobald das BAG die Passagierdaten übermittelt hat, die betroffenen Personen persönlich kontaktieren. «Dass die Passagiere aus dem Flieger aus Südafrika von Samstagmorgen nicht direkt am Flughafen auf die neuen Bestimmungen hingewiesen wurden, bedauern wir sehr», sagt Sprecher Jérôme Weber. Man habe das Personal am Flughafen noch einmal darauf hingewiesen, alle ankommenden Passagiere und Passagierinnen über die neuen Einreiseregeln zu informieren.

Auf die Frage, weshalb nach der Landung am Samstagmorgen keine Testungen durchgeführt wurden, heisst es beim BAG: «Die neue Regel trat erst in Kraft, nachdem der Flug gestartet war. Die Passagiere wurden während des Flugs durch die Crew informiert, dass sie sich nach Ankunft in Quarantäne begeben müssen.» Laut dem BAG wurde in der Schweiz bisher kein Fall mit der neuen Virusvariante nachgewiesen.

Dass es auch anders geht, zeigt ein Beispiel aus den Niederlanden. 600 aus Südafrika in Amsterdam gelandete Passagiere und Passagierinnen sind nach der Landung am Freitagmorgen gleich am Flughafen getestet worden. Dutzende infizierte Personen wurden Medienberichten zufolge sofort in ein bewachtes Isolationshotel gebracht.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft die neu aufgetauchte Virusvariante als «besorgniserregend» ein, wie sie am Freitag mitteilte. Der Erreger mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 «weist eine grosse Zahl von Mutationen auf», begründete das zuständige WHO-Expertengremium am Freitag die Entscheidung. Ebenfalls steht auch der Name der neuen Virusvariante. Omikron heisst die neue Mutation in der Klassifikation der WHO – der 15. Buchstabe des griechischen Alphabets.

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Südafrika-Rückkehrer der letzten 14 Tage müssen zum PCR-Test
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