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In Budapest sind Tausende Ungar*innen auf die Strasse gegangen, um sich gegen die ihres Erachtens LGBTQI-feindliche Gesetzgebung des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban zur Wehr zu setzen.

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24 July 2021, Hungary, Budapest: A member of the LGBTIQ community holds a rainbow flag during the 26th annual Budapest Pride march under the slogan 'Claim your future back'. Photo: Aleksander Kalka/ZUMA Press Wire/dpa

24 July 2021, Hungary, Budapest: A member of the LGBTIQ community holds a rainbow flag during the 26th annual Budapest Pride march under the slogan ‘Claim your future back’. Photo: Aleksander Kalka/ZUMA Press Wire/dpa

Aleksander Kalka/ZUMA Press Wire/dpa

Durch die Strassen von Budapest zog am Samstagnachmittag ein riesiger Umzug.

Durch die Strassen von Budapest zog am Samstagnachmittag ein riesiger Umzug.

AFP

Tausende Ungar*innen besuchten die Budapest Pride.

Tausende Ungar*innen besuchten die Budapest Pride.

AFP

  • In Ungarn haben Tausende Menschen an der Budapest Pride teilgenommen.

  • Sie protestieren damit unter anderem auch gegen die Anti-LGBTQI-Gesetze von Ungarns Präsident Viktor Orban.

  • Dieser hat angekündigt, ein Referendum über die neuen Gesetze zuzulassen.

Tausende Ungar*innen haben nach Medienberichten am Samstag in Budapest für die Rechte nicht-heterosexueller Menschen (LGBT) demonstriert. Der alljährliche Marsch der Organisation «Budapest Pride» fand diesmal vor dem Hintergrund der Politik des rechtsnationalen Ministerpräsidenten Viktor Orban statt. So gilt in Ungarn seit Anfang Juli ein Gesetz, das zum Beispiel Werbung oder Literatur verbietet, die Homosexualität oder Transsexualität als normal darstellt. Aktivist*innen verurteilen das Gesetz als diskriminierend und sehen darin Zensur.

Die EU-Kommission erwägt wegen dieses Gesetzes rechtliche Schritte gegen Ungarn. Im Juni beschloss das Parlament auf Betreiben der Regierung ein Gesetz, das den Zugang von Informationen über nicht-heterosexuelle Lebensformen für Kinder verbietet – sei es im Schulunterricht oder über Publikationen.

Orban hat vor Kurzem ein Referendum angekündigt, bei dem die Ungar*innen über den Inhalt dieses Gesetzes abstimmen sollen. Zudem erliess der Regierungschef am Freitag eine Verordnung, in der dem ungarischen Staat verboten wird, EU-Corona-Hilfen anzunehmen, falls Brüssel deren Bewilligung von der Abschaffung des als LGBT-feindlich geltenden Gesetzes abhängig macht. Dem Land könnten dadurch 7,2 Milliarden Euro aus dem EU-Aufbaufonds entgehen.

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Lilli.ch, Information und Verzeichnis von Beratungsstellen

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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Tausende demonstrieren gegen Viktor Orbans Anti-LGBTQI-Politik
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