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Der US-Elektroautobauer muss drei früheren Mitarbeitern Schadenersatz zahlen. Diese klagten wegen rassistischen Beleidigungen und einer feindlichen Umgebung am Arbeitsplatz.

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Drei ehemalige Tesla-Mitarbeiter haben im Werk von Fremont, Kalifornien, Rassismus erlebt. 

Drei ehemalige Tesla-Mitarbeiter haben im Werk von Fremont, Kalifornien, Rassismus erlebt.

Getty Images via AFP

Ein Gericht verdonnerte den US-Elektroautobauer zu einer Schadenersatz-Zahlung von 137 Millionen Dollar, das sind umgerechnet rund 130 Millionen Dollar. 

Ein Gericht verdonnerte den US-Elektroautobauer zu einer Schadenersatz-Zahlung von 137 Millionen Dollar, das sind umgerechnet rund 130 Millionen Dollar.

Bloomberg via Getty Images

Die Anklage warf Tesla vor, sein «fortschrittliches Bild» sei nur eine «Fassade» gewesen.

Die Anklage warf Tesla vor, sein «fortschrittliches Bild» sei nur eine «Fassade» gewesen.

REUTERS

  • Drei ehemalige Mitarbeiter haben wegen Rassimus Tesla verklagt.

  • Ein Gericht in Kalifornien verdonnert nun den Elektroautobauer zu einer Millionenzahlung.

  • Tesla selbst wies die Rassismusvorwürfe in der Form, wie sie in der Anklage erhoben wurden, zurück.

Eine Jury im US-Bundesstaat Kalifornien hat den Elektroautobauer Tesla wegen rassistischer Vorkommnisse in seinem Werk in Fremont zur Zahlung von 137 Millionen Dollar (rund 130 Millionen Franken) Schadenersatz verdonnert.

Das Urteil erging am Montag vor einem Gericht in San Francisco auch deshalb, weil Tesla trotz Hinweisen nichts gegen die Beleidigungen unternommen haben soll, wie die Agentur Bloomberg News unter Berufung auf einen Anwalt des Geschädigten berichtete.

«Fortschrittliches Bild» nur «Fassade»

Geklagt hatten der Schwarze Owen Diaz und sein Sohn sowie ein weiterer früherer Mitarbeiter von Tesla. Diaz arbeitete von Juni 2015 bis Juli 2016 als Aufzugführer bei Tesla in Fremont. Er fand dort laut Anklage eine feindliche Arbeitsumgebung vor und wurde Opfer von rassistischen Beinamen und herabwürdigender Symbolik. Auch sein Sohn arbeitete in dem Werk.

Die Anklage warf Tesla vor, sein «fortschrittliches Bild» sei nur eine «Fassade» gewesen. Der Autobauer habe sich trotz Beschwerden von Diaz bei Vorgesetzten nicht um die rassistischen Vorfälle gekümmert.

Diaz’ Anwalt Lawrence Organ sagte der «Washington Post», es sei «befriedigend», dass die Jury die «Wahrheit» gesehen und hohe Entschädigungen angeordnet habe. Er lobte zudem, dass das Gericht eine so grosse und reiche Firma in der Verantwortung sehe, gegen Rassismus auf dem eigenen Gelände vorzugehen.

Tesla reagiert mit Entlassungen

Tesla selbst wies zwar die Rassismusvorwürfe in der Form, wie sie in der Anklage erhoben wurden, zurück. Diese rechtfertigten zudem nicht das von der Jury gefällte Urteil, hiess es in einem Blog-Eintrag. Zugleich gestand der Autobauer aber ein, dass er zur Zeit der Beschäftigung von Diaz «nicht perfekt» gewesen sei. Auch weitere Zeugen hätten vor Gericht ausgesagt, dass sie in Fremont regelmässig Verunglimpfungen gehört hätten, darunter das N-Wort.

Tesla habe auf Diaz’ Beschwerden reagiert und zwei Beschäftigte entlassen sowie einen weiteren suspendiert, hiess es weiter. Ausserdem habe es seit 2016 umfangreiche Neuerungen gegeben, unter anderem Teams für mehr Diversität und zur Bearbeitung von Beschwerden. Tesla hat einen Börsenwert von 780 Milliarden Dollar. Firmenchef Elon Musk gehört zu den reichsten Menschen der Welt.

(AFP/dob)

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Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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Tesla muss 130 Millionen Franken wegen Rassismus zahlen
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