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Der Bundesrat plant frühestens für den 22. März weitere Lockerungen. Die aktuelle Situation sei unsicher, so die Experten des Bundes.

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Die Restaurants bleiben in der Schweiz geschlossen. Lockerungen sind frühestens am 22. März zu erwarten, abhängig von der epidemiologischen Lage.

Die Restaurants bleiben in der Schweiz geschlossen. Lockerungen sind frühestens am 22. März zu erwarten, abhängig von der epidemiologischen Lage.

AFP

Diese macht dem BAG allerdings Sorgen. Wie auch letzte Woche sehe die epidemiologische Lage «unsicher» aus, sagte Virginie Masserey dazu. 

Diese macht dem BAG allerdings Sorgen. Wie auch letzte Woche sehe die epidemiologische Lage «unsicher» aus, sagte Virginie Masserey dazu.

Screenshot BAG

Sorgen machen den Experten weiterhin vor allem die neuen Varianten. Mittlerweile seien über 70 Prozent aller neuen Covid-Fälle Mutationen.

Sorgen machen den Experten weiterhin vor allem die neuen Varianten. Mittlerweile seien über 70 Prozent aller neuen Covid-Fälle Mutationen.

AFP

  • Die wissenschaftliche Corona-Taskforce des Bundes sprach am Dienstag über die Situation in der Schweiz.

  • Die epidemiologische Lage mache ihnen Sorgen.

  • Denn die Fallzahlen sinken nicht mehr und der R-Wert liegt über 1.

  • Auch hier setzt man Hoffnung auf die Impfung. Bis Ende Juni sollen alle geimpft sein, die das wollen.

Nachdem die Corona-Zahlen in zahlreichen Ländern Europas wieder ansteigen (siehe Box), gab am Dienstag die wissenschaftliche Corona-Taskforce des Bundes eine Beurteilung der epidemiologischen Lage in der Schweiz ab.

Sorgen machen den Experten weiterhin vor allem die neuen Varianten. «Die ansteckendere Variante B.1.1.7. hat kontinuierlich zugenommen», so Martin Ackermann, Präsident der Corona-Taskforce. Mittlerweile seien über 70 Prozent aller neuen Covid-Fälle Mutationen, ergänzte Masserey vom Bundesamt für Gesundheit. Und weiter: «Die aktuellen Zahlen sind stagnierend oder leicht steigend», so Masserey. Wie auch letzte Woche sehe die epidemiologische Lage «unsicher» aus.

«Schutzmasssnahmen noch lange»

Das BAG meldete am Dienstag eine wieder etwas höhere Positivitätsrate von 5,7 Prozent und einen durchschnittlichen R-Wert der letzten sieben Tage von 1,08 – nur in vier Kantonen lag der R-Wert noch unter 1. Weitere Öffnungen stellte der Bundesrat zuletzt für den 22. März in Aussicht. Dafür hat er vier epidemiologische Richtwerte definiert, die er am 19. März unter die Lupe nehmen wird. Wie bereits letzte Woche erfüllt die Schweiz immer noch nur einen der vier vorgegebenen Werte, die Anzahl Covid-Patienten auf der Intensivstation. Fallzahlen, Positivitätsrate und R-Wert erfüllen die Anforderungen des Bundesrates noch nicht.

Man müsse eine günstige epidemiologische Situation schaffen, damit Öffnungen gut möglich seien, sagte Rudolf Hauri, Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte. Umso wichtiger seien jetzt die geltenden Schutzmassnahmen. «Es ist unerlässlich, die Schutzmassnahmen weiterhin und auch noch lange ganz konsequent einzuhalten.»

Die Impfung solls richten

Virginie Masserey gab einen kleinen Hinweis zu den nächsten Öffnungsschritten. «Die geringsten Risiken sind da, wo man Distanz wahren kann und wo Maske getragen werden kann.» Daneben spielten weitere Faktoren wie etwa Anzahl Personen, Personendichte und Ort eine wichtige Rolle.

Viel Hoffnung setzen die Experten des Bundes auf die Impfungen. Auch wenn die Auslieferungen bisher mit vielen Problemen verbunden waren: Bis Ende Juni sollen alle, die geimpft sein wollen, auch geimpft sein, versprach BAG-Vizedirektorin Nora Kronig erneut. Derzeit sei die Zahl der Geimpften allerdings noch zu klein, um einen grösseren Einfluss auf die Infektionszahlen zu haben. Martin Ackermann glaubt allerdings, dass das bald möglich sein könne. «Mit den Massentests können wir die Pandemie besser managen, mit der Impfung können wir sie beenden.»

In ganz Europa sind in den letzten Wochen die Fallzahlen gesunken. Die Weltgesundheitsorganisation meldete letzte Woche allerdings, dass die Zahl der Neuinfektionen auf dem Kontinent wieder um neun Prozent auf mehr als eine Million gestiegen sei. So hat in Italien in den letzten zehn Tagen die Zahl der Neuansteckungen um rund ein Drittel zugenommen. Auch in Österreich wappnet man sich gegen die dritte Welle. Gemäss Bundeskanzler Sebastian Kurz ist der Anstieg der Corona-Zahlen eine erwartbare Entwicklung.

Über 70 Prozent stecken sich mit mutiertem Virus an
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