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Die US-Fluggesellschaft Southwest hat über 360 Flüge abgesagt. Dafür sei das schlechte Wetter und nicht der Impfzwang für die Belegschaft schuld, sagt das Unternehmen.

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Bleiben am Boden: Southwest-Flieger durch ein Fenster fotografiert. (11. Oktober 2021)

Bleiben am Boden: Southwest-Flieger durch ein Fenster fotografiert. (11. Oktober 2021)

Getty Images via AFP/Kevin Dietsch

Gestrandete Passagiere versuchen in Baltimore, Maryland, ihren Flug umzubuchen.

Gestrandete Passagiere versuchen in Baltimore, Maryland, ihren Flug umzubuchen.

Getty Images via AFP/Kevin Dietsch

Die Fluggesellschaft Southwest hat über 360 Flüge abgesagt.

Die Fluggesellschaft Southwest hat über 360 Flüge abgesagt.

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  • Die US-Fluggesellschaft Southwest hat über 360 Flüge gestrichen.

  • Dafür sei das schlechte Wetter und nicht der Impfzwang für die Belegschaft schuld, sagt das Unternehmen.

  • Die ausgefallenen Flüge betreffen zehn Prozent des Flugplans.

Inmitten einer Diskussion um einen Corona-Impfzwang für ihre Beschäftigten hat die US-Fluggesellschaft Southwest am Montag mehr als 360 Flüge abgesagt. Das Unternehmen machte dafür schlechtes Wetter und Flugsicherungsprobleme verantwortlich. Einen Zusammenhang mit der Anweisung, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Coronavirus-Impfung vorweisen müssen, wies Southwest zurück.

Auch die Pilotengewerkschaft wollte von einem sogenannten Sickout, der Krankmeldung von Beschäftigten aus Protest gegen die Anordnung, nichts wissen. Die weit verbreiteten Störungen im Southwest-Flugplan begannen nach dem am Freitag bei einem Bundesgericht eingereichten Antrag der Southwest Airlines Pilots Association, die Impfanordnung zu blockieren.

Die am Montag ausgefallenen Flüge betrafen zehn Prozent des Flugplans. Mehr als 800 weitere waren nach Angaben des Beobachtungsdienstes FlightAware verspätet. Die Aktien von Southwest fielen zeitweise um mehr als vier Prozent, bis Nachmittag waren es immer noch minus drei Prozent.

Weisses Haus macht Druck

Die Pilotengewerkschaft erklärte, sie habe keine Arbeitskampfmassnahme autorisiert und werde auch keine billigen. Sie erklärte, das Unternehmen sei «anfällig für massive Störungen schon unter dem kleinsten Druck» geworden. Sie klagte über eine «bereits belastete Beziehung» zwischen ihr und dem Management. Sie sei nicht grundsätzlich gegen Impfungen, betonte aber in dem bei Gericht eingereichten Antrag, ein solcher Schritt müsse verhandelt und nicht einfach angeordnet werden.

Unternehmenssprecher Chris Mainz erklärte: «Die Wochenendprobleme waren nicht ein Ergebnis von Demonstrationen der Southwest-Beschäftigten.»

Das Weisse Haus hat Druck auf die Fluggesellschaften gemacht, für geimpftes Personal zu sorgen. Southwest hatte die Anordnung vergangene Woche erteilt. United Airlines war die erste der grossen US-Fluggesellschaften, die eine Impfanweisung für ihre Beschäftigten verfügte.

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(DPA/chk)

US-Airline streicht Hunderte von Flügen – wegen Impfzwang?
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