Publiziert

Als sie herausfand, wie sie gezeugt wurde, setzte sich die Tochter eines Vergewaltigers für Ermittlungen ein. Ihre eigenes Genmaterial half dabei, den Täter zu finden.

1 / 3

Ein heute 74-jähriger Vergewaltiger konnte gefasst werden, weil die beim Verbrechen gezeugte Tochter ihre DNA zur Verfügung stellte. 

Ein heute 74-jähriger Vergewaltiger konnte gefasst werden, weil die beim Verbrechen gezeugte Tochter ihre DNA zur Verfügung stellte.

Adrian Moser

Aufgrund der DNA-Analyse wurde dann die Vaterschaft des jetzt verurteilten 74-Jährigen festgestellt. Der Mann hatte bis dahin bestritten, der Vater zu sein.

Aufgrund der DNA-Analyse wurde dann die Vaterschaft des jetzt verurteilten 74-Jährigen festgestellt. Der Mann hatte bis dahin bestritten, der Vater zu sein.

pixabay

Das Vergewaltigungsopfer war zum Zeitpunkt des Verbrechens 13 Jahre alt.

Das Vergewaltigungsopfer war zum Zeitpunkt des Verbrechens 13 Jahre alt.

Unsplash

  • Ein heute 74-jähriger Vergewaltiger konnte gefasst werden, weil die beim Verbrechen gezeugte Tochter ihre DNA zur Verfügung stellte.

  • Das Vergewaltigungsopfer war zum Zeitpunkt des Verbrechens 13 Jahre alt.

  • Die Tochter erfuhr die Umstände ihrer Zeugung mit 18 Jahren, als sie zum ersten Mal Recht auf Einsicht ihrer Akte hatte.

In Grossbritannien ist ein Rentner 40 Jahre nach der Vergewaltigung einer Minderjährigen aufgrund einer DNA-Analyse zu elf Jahren Haft verurteilt worden – das Genmaterial stammte von seiner bei dem Verbrechen gezeugten Tochter. Der heute 74-jährige Täter konnte gefasst werden, weil die Tochter «die Hartnäckigkeit und Entschlossenheit» gehabt habe, Gerechtigkeit «für sich selbst und ihre Mutter» zu erreichen, sagte am Dienstag der Richter in Birmingham.

Das Vergewaltigungsopfer war zum Zeitpunkt des Verbrechens 13 Jahre alt. Das Mädchen wurde schwanger und gab das Kind nach der Geburt zur Adoption frei. Die Tochter erfuhr die Umstände ihrer Zeugung mit 18 Jahren, als sie zum ersten Mal Recht auf Einsicht ihrer Akte hatte. Die Frau sprach vor Gericht von einer «erschreckenden» Entdeckung.

Tochter setzte sich für Ermittlungen ein

Sie sei traurig darüber gewesen, die «Personifizierung eines der schlimmsten Dinge zu sein, die jemandem passieren können», sagte die Frau. Nach Angaben des Richters war das Verbrechen damals von den Behörden «unter den Teppich gekehrt» worden.

Die bei der Tat gezeugte Frau setzte sich dann für neue Ermittlungen in dem Fall ein. Sie konnte ihre biologische Mutter überzeugen, Anzeige zu erstatten. Aufgrund der DNA-Analyse wurde dann die Vaterschaft des jetzt verurteilten 74-Jährigen festgestellt. Der Mann hatte bis dahin bestritten, der Vater zu sein.

Vor Gericht gestand der Mann den sexuellen Verkehr mit der Minderjährigen, behauptete aber, dieser sei einvernehmlich gewesen. Das Mädchen habe ihm vorgetäuscht, 16 Jahre alt zu sein. Der Richter wies diese Darstellung zurück. Der Täter versuche damit, «die Schuld auf das Opfer» zu schieben.

Bist du minderjährig und von sexualisierter Gewalt betroffen? Oder kennst du ein Kind, das sexualisierte Gewalt erlebt?

Hier findest du Hilfe:

Kokon, Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Castagna, Beratungsstelle bei sexueller Gewalt im Kindes- und Jugendalter

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Bist du selbst pädophil und möchtest nicht straffällig werden? Hilfe erhältst du bei Forio und bei den UPK Basel.

(afp/lea)

Vergewaltiger nach 40 Jahren anhand von DNA der gezeugten Tochter gefasst
Source:
Source 1

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here