Was der Schweiz der «Röstigraben», ist den Deutschen ihr «Weisswurstäquator» – auch bei der Bundestagswahl

Für die Bayern ist das keine Überraschung, hierzulande dürfte sich aber doch manch einer wundern: Deutschland ist immer noch geteilt. Zum Glück nicht mehr so wie vor 1989.

Bayerische Weisswürste: Südlich des Mains weit verbreitet.

Bayerische Weisswürste: Südlich des Mains weit verbreitet.

Bernd Juergens /fotolia

Gravierende kulturelle Unterschiede zwischen Teilen Deutschlands sind einfach unbestreitbar. Die verlaufen aber keineswegs zwischen Ost und West, wie gemeinhin vermutet wird. Nein, die wahre Teilung Deutschlands ist zwischen Nord und Süd, auf Höhe der «Mainlinie».

Südlich dieses innerdeutschen Grenzflusses ist die Münchner Weisswurst weit verbreitet, nördlich eben nicht. Daher auch der Name: «Weisswurstäquator».

Nördlich des Mains gewinnt die SPD die meisten Wahlkreise, südlich siegt fast nur die CDU/CSU-

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chm

Ganz akkurat ist diese Grenze zwar nicht, denn bei Schwaben und Badenern steht die Weisswurst selten auf dem Frühstückstisch – weshalb man besser von der «Spätzle-Weisswurst-Grenze» sprechen sollte.

In jedem Fall hat sich diese Teilung am Sonntag auch politisch manifestiert: Spätzle-Weisswurst wählt schwarz (CDU/CSU), der Norden eher rot (SPD), wie die Karte oben zeigt. Sachsen bleibt ein Sonderfall, genau wie Teile Thüringens. Hier wählt man AfD.

Was der Schweiz der «Röstigraben», ist den Deutschen ihr «Weisswurstäquator» – auch bei der Bundestagswahl
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