Wegen der Virusvariante Omikron: Winteruniversiade in der Zentralschweiz ist abgesagt

Die Winteruniversiade 2021 findet definitiv nicht statt. Das verkünden die Organisatoren am Montagmittag an einer kurzfristig einberufenen Medienkonferenz. Der Multisport-Anlass wäre am 11. Dezember eröffnet worden, die neue Virusvariante Omikron verhindert aber eine Durchführung.

Guido Graf, OK-Präsident der Winteruniversiade 2021, begründet den Entscheid an einer Medienkonferenz.

Guido Graf, OK-Präsident der Winteruniversiade 2021, begründet den Entscheid an einer Medienkonferenz.

Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 29. November 2021)

Auf den letzten Metern werden die Zentralschweizer Organisatoren vom Virus ausgebremst. Nach jahrelanger Planungsphase muss die Winteruniversiade abgesagt werden. Das teilen die Veranstalter am Montag an einer Medienkonferenz mit. Knapp zwei Wochen vor dem Start des Anlasses verunmöglicht die neue Virusvariante Omikron die Austragung des Grossanlasses. «Wir sind betrübt und bedauern sehr, dass wir die Athletinnen und Athleten aus aller Welt, die sich intensiv auf ihre Wettkämpfe vorbereitet haben, nicht wie geplant bei uns willkommen heissen dürfen», sagt der Luzerner Regierungsrat Guido Graf, der als OK-Präsident der Universiade amtet.

Die neu entdeckte Virusvariante Omikron hat in den letzten Tagen neue Dynamik in die Pandemie gebracht. Die Schweiz setzte am Freitag Länder wie Belgien, Israel und Hongkong auf die Risikoliste. Am Samstag folgten die Niederlande, Grossbritannien und Tschechien. Seit Montag stehen auch Dänemark und Australien auf der Liste. Es sind alles Nationen, die mit Delegationen an der Universiade vertreten gewesen wären. Sie hätten nun nach der Einreise 10 Tagen in Quarantäne gehen müssen. Aus zeitlichen Gründen wäre das nicht umsetzbar gewesen. «Aufgrund dieser behördlichen Auflagen ist die Durchführung der Winteruniversiade 2021 nicht möglich», teilten die Organisatoren mit. Wegen der Quarantäne-Regelung hätten auch Spezialisten aus dem Ausland nötige Infrastrukturen nicht rechtzeitig fertigstellen können, beispielsweise für die Zeitmessung oder die TV-Produktion, heisst es in einer Mitteilung weiter.

1500 Athletinnen und Athleten wären in die Schweiz gereist

«Wir sind unglaublich traurig, dass wir diesen grossartigen Anlass nicht durchführen können», sagt Mike Kurt, Präsident von Swiss University Sports. Laut Kurt konnten rund um die Winteruniversiade fast 50 Legacyprojekte in Bereichen wie der Stärkung der dualen Karriere, der Sportinfrastruktur, der Sportentwicklung oder der Innovation im Schweizer Sport lanciert oder umgesetzt werden.

Die Stadt war gerüstet: In der letzten Woche wurde die Seebrücke in Luzern beflaggt.

Die Stadt war gerüstet: In der letzten Woche wurde die Seebrücke in Luzern beflaggt.

Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 29. November 2021)

Ursprünglich hätte die Winteruniversiade im Januar 2021 stattfinden sollen. Wegen der Pandemie wurde sie in den Dezember 2021 verlegt. Über 1500 Athletinnen und Athleten von über 500 Hochschulen aus rund 50 Ländern wären in die Zentralschweiz und nach Graubünden gereist. Rund 3000 Volunteers mussten rekrutiert werden. Das Budget des Anlasses betrug 42 Millionen Franken. Die Bruttowertschöpfung wurde auf 85 Millionen geschätzt. Allein in Luzern hätte man 30 000 Übernachtungen verbucht. Noch am Samstag sagte Geschäftsführer Urs Hunkeler angesprochen auf die Risikoliste des Bundes: «Das haben wir nicht in der Hand. Wir können nur dafür sorgen, dass wir bereit sein werden.» Am Wochenende fand noch ein Testevent im Regionalen Eiszentrum in Luzern statt.

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