Aktualisiert

Wie vom Ständerat bereits beschlossen, so will es auch der Nationalrat: Für Inhaber des Corona-Passes soll es keine Zugangsbeschränkungen mehr geben.

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Guy Parmelin empfindet es als «Bürgerpflicht», sich impfen zu lassen. Ungeimpfte müssten Einschränkungen hinnehmen.

Guy Parmelin empfindet es als «Bürgerpflicht», sich impfen zu lassen. Ungeimpfte müssten Einschränkungen hinnehmen.

AFP

Das Covid-Zertifikat behält sechs Monate seine Gültigkeit. Von der SVP wurde eine allgemeine Frist bis Ende September gefordert und abgelehnt.

Das Covid-Zertifikat behält sechs Monate seine Gültigkeit. Von der SVP wurde eine allgemeine Frist bis Ende September gefordert und abgelehnt.

20min/Simon Glauser

Betreiberinnen und Betreiber von Lokalitäten wie Restaurants, Bars und Kinos, sollen selber entscheiden dürfen, ob sie nur Inhaberinnen und Inhabern eines Corona-Passes den Zugang gewähren. 

Betreiberinnen und Betreiber von Lokalitäten wie Restaurants, Bars und Kinos, sollen selber entscheiden dürfen, ob sie nur Inhaberinnen und Inhabern eines Corona-Passes den Zugang gewähren.

Tio/20Minuti

Wer sich nicht impfen lassen will, hat die Konsequenzen zu tragen, hat Bundespräsident Guy Parmelin (SVP) im Nationalrat gesagt. Mit dieser Haltung stellt er sich gegen seine eigene Partei. «Die eigene Freiheit stoppt dort, wo die Freiheit der anderen beginnt. Das ist eine Abwägung», zitiert «Blick» den Bundesrat.

Die SVP will dem Covid-Zertifikat enge Grenzen setzen, unterliegt damit aber so gut wie jedes Mal. In etlichen Bereichen soll das Zertifikat gemäss der bürgerlichen Partei nicht zum Zug kommen, beispielsweise für Restaurantbesuche, in Bars, Kinos oder Spitälern.

Klares «Nein» im Nationalrat

Mit 126 zu 56 Stimmen wurde der Vorstoss der SVP aber klar abgelehnt, wie «Blick» schreibt. Die SVP sprach sich dafür aus, das Impfzertifikat solle nur für den internationalen Reiseverkehr, Grossveranstaltungen mit mehr als 5000 Personen im Innenbereich sowie für Clubs und Tanzveranstaltungen verwendet werden. Auch der Vorschlag, das Zertifikat solle bis Ende September befristet werden, wurde abgewiesen.

Grün, Orange, Rot – Was gilt wo?

Weiter gelten die in Farben definierten Bereiche: Im grünen Bereich ist das Zertifikat hinfällig, da es sich um Orte des alltäglichen Lebens oder elementare Grund- und Freiheitsrechte handle. Beispiele für den grünen Bereich sind religiöse und private Veranstaltungen, der öffentliche Verkehr, Läden, Schulen und der Arbeitsplatz.

Im orangen Bereich soll das Zertifikat weitere Schliessungen verhindern. Hier geht es um Orte, die von vielen Menschen besucht werden, aber nicht ganz alltäglich sind wie beispielsweise Bars, Restaurants und Kinos. Die Betreibenden können frei entscheiden, ob sie Personen ohne Zertifikat den Einlass gewähren wollen oder nicht. Durch die Verwendung des Zertifikats könnte derweil auf die Maskenpflicht verzichtet oder Schutzmassnahmen aufgehoben werden.

Der rote Bereich umfasst Orte, die aus epidemiologischer Sicht heikel sind. Dazu zählen Grossveranstaltungen wie Konzerte oder der internationale Personenverkehr. Bei der Einreise in andere Länder ist zu erwarten, dass diese ein Zertifikat zur Einreise verlangen.

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Wer sich nicht impfen lässt, muss die die Konsequenzen tragen
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