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Der Mensch kann zum Mond fliegen, doch die wichtige Frage nach dem Sinn und Zweck der Pobehaarung konnte noch niemand schlüssig beantworten. Hier einige mögliche Theorien.

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In der Pospalte wachsen Haare und keiner weiss genau wieso.

In der Pospalte wachsen Haare und keiner weiss genau wieso.

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Während im Laufe der Evolution die Körperbehaarung immer weniger wurde, blieben die Haare an einigen Körperstellen stehen. (Im Bild: Ein Modell des Vormenschen Australopithecus afarensis)

Während im Laufe der Evolution die Körperbehaarung immer weniger wurde, blieben die Haare an einigen Körperstellen stehen. (Im Bild: Ein Modell des Vormenschen Australopithecus afarensis)

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So etwa am Kopf und unter den Armen. Die Daseinsberechtigung dieser Haare lässt sich relativ einfach erklären. Die Stichworte sind Schutz gegen Kälte beziehungsweise Reibungsreduktion.

So etwa am Kopf und unter den Armen. Die Daseinsberechtigung dieser Haare lässt sich relativ einfach erklären. Die Stichworte sind Schutz gegen Kälte beziehungsweise Reibungsreduktion.

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  • Youtuber sind der Frage nach dem Zweck der Pobehaarung nachgegangen.

  • Die Macher des Kanals Scishow präsentieren drei mögliche Theorien.

  • Vielleicht sind die Härchen da, weil sie keinen evolutionären Nachteil bringen.

  • Oder sie könnten einst bei der Markierung eines Territoriums geholfen haben.

  • Oder gar vor Infektionen schützen.

Der moderne Mensch steht – verglichen mit seinen prähistorischen Vorfahren – in Bezug auf die Behaarung ziemlich nackt da. Trotzdem spriesst es an verschiedenen Stellen immer noch fleissig. Doch während die Funktion der Behaarung am Kopf, unter den Achseln oder im Intimbereich einigermassen schlüssig erklärt werden kann – Stichwörter sind Schutz gegen Kälte beziehungsweise Reibungsreduktion – ist das bei den Haaren in der Pospalte deutlich schwieriger. Denn die Wissenschaft hat sich der Frage schlichtweg noch nie mit der nötigen Ernsthaftigkeit angenommen.

Dabei beschäftigt die Frage nach Sinn und Zweck der Behaarung im Analbereich die Menschen offenbar mehr als gedacht. So wurden die Macher der populären Youtube-Wissenschaftsendung Scishow so lange mit Bitten um Aufklärung überhäuft, bis sie sich schliesslich des Phänomens angenommen haben. Der Erfolg liess nicht auf sich warten: Die Pohaar-Episode ist mehr als 6,7 Millionen Mal angeschaut worden. Und obwohl auch die Youtube-Wissenschaftler keine abschliessende Erklärung liefern, können sie mit drei bestechend einleuchtenden Theorien aufwarten.

Kein Hindernis bei der Partnersuche

Eine erste Theorie vermutet, dass es im Zuge der Evolution ganz einfach keine Notwendigkeit für einen Haarausfall am Ende des Rückens gab. Das Vorhandensein von Haaren in der Pospalte stellt offenbar kein Hindernis dar, wenn es darum geht, den Fortbestand der Art zu erhalten. Es bringt bei der Fortpflanzung also keine Vorteile, am Po eine Glatze zu haben.

Laut der Theorie haben die Haare also keinen praktischen Nutzen, schaden aber auch nicht, weshalb sie bleiben durften. Laut iflscience.com sollte das allen ein Trost sein, die von der Natur mit üppigem Wildwuchs in der Pospalte bedacht worden sind. Die Härchen haben demnach keinen negativen Einfluss auf den Paarungserfolg.

Reservoir für Gerüche

Eine weitere Theorie geht davon aus, dass die Behaarung der Ritze den Analgeruch verstärken soll. Das mag aus der Sicht heutiger Menschen mehr als nur ein bisschen abstossend wirken, doch es ist davon auszugehen, dass bei unseren Vorfahren Gerüche ein wichtiges Mittel zur Kommunikation darstellten.

Diese Gerüche über weite Distanzen zu transportieren, brachte handfeste Vorteile beim Abstecken des Territoriums und der Partnersuche. Die Haare dienen gemäss diesem Erklärungsansatz also dazu, ölige Ausscheidungen einzufangen und Bakterien ein Umfeld zu bieten, aus diesen Ölen weitere Gerüche zu zaubern.

Schutz vor Entzündungen

Die dritte Theorie bescheinigt der Pospaltenbehaarung eine ähnliche Funktion wie den Achselhaaren – die trotz moderner Schönheitsideale auch immer noch munter wachsen. So sollen die Haare am Po die Reibung reduzieren und ein Wundscheuern der Körperregion verhindern. Und damit auch die Gefahr schwerwiegender Infektionen. Unterstützt von den erwähnten öligen Ausscheidung sorgen sie dafür, dass der Mensch wortwörtlich wie geschmiert läuft.

Keine der drei präsentierten Theorien ist wissenschaftlich belegt. Welche stimmt, lässt sich deshalb nicht sagen. Doch es darf angenommen werden, dass an allen drei Erklärungsansätzen etwas dran ist. Und wer weiss, vielleicht findet sich doch noch eine Forscherin oder ein Forscher, der sich der Sache annimmt.

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Wieso haben wir Haare am Po?
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