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Trotz virulenter Lage: Der Samichlaus und Schmutzli zieht dieses Jahr wieder durch die Gassen. Besuch bekommt aber nur, wer sich präzise an die Schutzmassnahmen hält.

von

Tino Limacher

Rochus Zopp

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Der Samichlaus zieht wieder durch die Städte und Dörfer. Wegen Corona werden in diesem Jahr jedoch spezielle Schutzkonzepte eingehalten.

Der Samichlaus zieht wieder durch die Städte und Dörfer. Wegen Corona werden in diesem Jahr jedoch spezielle Schutzkonzepte eingehalten.

Hofsamichlaus Luzern

Bei der Lozärner Samichlausgesellschaft ist man sich der Verantwortung bewusst und geht daher noch einen Schritt weiter: «Wir wechseln nach jedem Besuch unsere schwarzen Gummihandschuhe.»

Bei der Lozärner Samichlausgesellschaft ist man sich der Verantwortung bewusst und geht daher noch einen Schritt weiter: «Wir wechseln nach jedem Besuch unsere schwarzen Gummihandschuhe.»

Lozärner Samichlausgesellschaft

Zudem wird das Zertifikat kontrolliert. «Diejenigen, die sich nur testen haben lassen, besuchen wir allerdings im Garten», so Kurt Käppeli, Präsident der Lozärner Samichlausgesellschaft.

Zudem wird das Zertifikat kontrolliert. «Diejenigen, die sich nur testen haben lassen, besuchen wir allerdings im Garten», so Kurt Käppeli, Präsident der Lozärner Samichlausgesellschaft.

Lozärner Samichlausgesellschaft

  • Die Lozärner Samichlausgesellschaft kontrolliert vor ihren Besuchen jeweils das Zertifikat der Familien.

  • Beim Hofsamichlaus verzichtet man auf die Zertifikatskontrolle und führt die Chlausbesuche jeweils nur draussen durch.

  • Im Kanton Schwyz setzt man auf Eigenverantwortung der Familien. Alle Samichläuse und Helfer haben ein gültiges Zertifikat. Von den Familien will man dies aber nicht verlangen.

Der Samichlaus und die Schmutzlis ziehen durch die Dörfer und Städte. Doch die Chläuse besuchen nicht jeden: Nicht unbedingt, weil die Kinder unartig waren, sondern wenn es die Schutzvorkehrungen nicht zulassen. So schreibt etwa der Kanton Luzern vor, dass Besuche in Innenräumen ausschliesslich mit dem 3G-Prinzip stattfinden dürfen.

Der Esel und Samichlaus kommen wieder

So ist auch die Lozärner Samichlausgesellschaft dieses Jahr wieder vermehrt samt Esel und Schmutzlis unterwegs: «Sowohl unsere Samichläuse als auch die Familien müssen während des Besuchs eine Maske tragen. Ebenfalls müssen wir das Zertifikat gegenseitig einsehen. Diejenigen, die lediglich einen Test vorweisen können, besuchen wir allerdings nur im Garten», so Kurt Käppeli, Präsident der Lozärner Samichlausgesellschaft. Er und seine Samichläuse seien sich der Verantwortung bewusst und gehen daher noch einen Schritt weiter: «Wir wechseln nach jedem Besuch unsere schwarzen Gummihandschuhe. Zudem desinfizieren wir unsere Kostüme. Damit wir aber den Zauber der Adventszeit trotzdem verbreiten, folgt darauf noch ein Duftspray.»

Hofsamichlaus in Luzern dagegen wagt sich noch nicht einmal ins Warme: «Hausbesuche finden nur im Freien statt», so Philipp Zeier vom Verein Hofsamichlaus. «Wir wollen nicht die Kinder bestrafen, wenn die Eltern kein Zertifikat haben.» Bei den Besuchen im Freien sei es zudem einfacher, genügend Abstand zu halten. Zudem gebe der Samichlaus den Kindern dieses Jahr auch nicht die Hand. Dazu müssen sich auch die Samichläuse und ihre Helfer an zusätzliche Vorschriften halten: «Der Samichlaus und all seine Helfer über 16 Jahren sind geimpft, getestet oder genesen», so Zeier. Jeder Samichlaus habe zudem sein eigenes Kostüm. Und: «Im Umkleideraum des Samichlaus und seiner Helfer gilt strikte Maskenpflicht.»

Eigenverantwortung statt Zertifikatskontrolle

Auch die Chlausengesellschaft St. Martin Schwyz bietet wieder Familienbesuche an. Neben den bekannten Massnahmen wie dem Tragen einer Schutzmaske setzt man dort allerdings auf die Verantwortung der einzelnen Familien. Dazu sagt Präsident Paul Schmidig: «All unsere Samichläuse haben ein gültiges Zertifikat. Jedoch möchten wir nicht so weit gehen und dies auch von den Familien fordern.» Denn laut Schmidig sei es nicht vertretbar, dass die Kinder auf einen Besuch des Samichlaus verzichten müssen, nur weil deren Eltern kein gültiges Zertifikat haben. Die Lösung liegt für Schmidig dazwischen: «Bei der Voranmeldung sagen wir den Familien sehr deutlich, was sie tun müssen, falls wir vorbeikommen sollen. Unter anderem empfehlen wir, das Treffen draussen oder bei offenem Fenster abzuhalten. Können sie unsere Bedingungen nicht einhalten, gehen wir auch nicht hin.»

Laut Schmidig habe sich die Eigenverantwortung der Familien bewährt: «Bereits jetzt haben uns einzelne Familien krankheitshalber kurzfristig abgesagt, was vollkommen richtig ist.» Schliesslich sei man sich des Risikos bewusst. «Natürlich wollen wir nicht zum Superspreader-Anlass werden. Eine kulturelle Tradition sollte auch keine Rechtfertigung sein, um behördliche Massnahmen zu umgehen», so der Präsident. Das Ziel sei es, den Kindern in diesen schwierigen Zeiten den Besuch vom Samichlaus zu ermöglichen und ihnen damit eine Freude zu bereiten.

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«Wir wollen nicht zum Superspreader-Anlass werden»
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